Anno
Dazumal
Bildergalerie
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Das von
Nievenheimsche Haus
Kempens
schönstes und ältestes Patrizierhaus steht in der Ölstraße
Ecke Hessenwall. Es ist das erste ganz aus Stein gebaute Wohnhaus der Stadt. 1952/54
wurde das spätgotische Gebäude von Martin von Oedt erbaut. 1730
stockte man es um ein Geschoss auf. (Ansichten oben aus den Fünfzigern)
In diesem
Haus wurde 1585 Kempens Chronist Johannes Wilmius geboren, dessen Vater
die Stadtmühlen
betrieb.
Wilmius
war während der Schrecken des 30-jährigen
Krieges geistige und geistliche Stütze im
Widerstand gegen die hessische Besatzung.
Er starb 1655 als Dechant von Kaiserswerth.
Seinen
Namen hat das Haus von dem Kempener Amtmann Konstantin von Neukirchen –
genannt Nievenheim, der darin einige Zeit gewohnt hat, ehe er 1634 in die
zur Residenz ausgebauten Burg übersiedelte.
Über dem Osteingang prangt heute noch sein Wappen, obwohl er hier
wahrscheinlich nie gewohnt hat. Nievenheim hatte zwar als kaiserlicher
Generalmajor und kurkölnischer Kämmerer Karriere gemacht, sein
Wirken in Kempen war aber weniger rühmlich: er
flüchtete bei der Belagerung der Stadt durch die
Hessen 1642 durch einen Hinterausgang der Burg und überließ
Stadt und Amt ihrem Schicksal.
Heute
gehört dieses Haus der Kirche
und
dient als
Wohnung für die Schwestern
des Kindergartens
und Kinderheims
St. Annen-Hof. |
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