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Frühe
Aufnahme des Denkmals von Loe
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Gleiches
Motiv 2009
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Das Denkmal
ist ein Entwurf des Düsseldorfer Bildhauers Leo Müsch. Der Bronzeguß
wurde 1901 bei der Düsseldorfer Bild-und Bronzegießerei Förster
und Kracht fertiggestellt. Die feierliche Enthüllung des Denkmals
fand am 15. Juli 1901 im Kempener Stadtgarten unter Beteiligung zahlreicher
hochgestellter Persönlichkeiten und Bürger statt.
Freiherr Felix von Loe Gründer des Rheinischen
Bauernverbandes
An
den Freiherrn Felix von Loe erinnert in Kempen nicht nur die nach ihm benannte
Straße, sondern auch das Denkmal bei der Burg.
Der
1825 geborene Adlige, der auf Schloss Wissel aufgewachsen ist, wurde am
15. November 1859 feierlich als Landrat des Kreises Kleve in sein Amt eingeführt.
Seine Bestallungsurkunde wurde von dem damaligen Prinzregenten Wilhelm,
dem späteren ersten Kaiser des neuen deutschen Reiches, unterschrieben.
Im
Alter von 18 Jahren hatte Felix von Loe sein Abitur mit Auszeichnung in
Düsseldorf bestanden. Nach etlichen Studienjahren der Rechtswissenschaft
in Bonn, Heidelberg, Würzburg und Berlin war er einige Jahre Offizier,
bevor er in den Verwaltungsdienst eintrat. Er machte schon als Bürgermeister
von Pont und Walbeck in positiver Weise von sich reden, so dass die Delegationen
der Kreisstädte ihn gern zum Landrat wählten. Sie bereuten es
nicht; der mit 34 Jahren noch junge Landrat soll sein Amt "ohne Tadel"
ausgeübt haben.
Das
Adelsgeschlecht derer von Loe hatte seit Jahrhunderten eine enge Beziehung
zur Stadt Goch. Damit Felix als Landrat einen festen Wohnsitz im Kreisgebiet
nachweisen konnte, hatte ihm sein ältester Bruder einen Grundbesitz
in Hassum verkauft. Dort erbaute der Landrat dann das Haus Terporten, das
er 1861 beziehen konnte. Der 1866 ausgebrochene Krieg zwischen Preußen
und Österreich brachte ihn in schwere innere Konflikte, die trotz
seiner Loyalität zwei Jahre später die Entlassung aus dem Amt
bewirkten.
So
hatte er Zeit, sich mit der Landwirtschaft zu befassen, und in diesem Bereich
sollte er weit größere Bedeutung erlangen. Denn er gründete
den rheinischen Bauernverband und wurde dessen erster Präsident. Damit
war es ihm gelungen, eine Standesorganisation ins Leben zu rufen, die die
Interessen des Agrarstandes vehement vertrat. Die Gründungsversammlung
zu diesem einflussreichen Verband fand am 8. November 1882 im Saal des
damaligen Hotels Herriger in Kempen statt.Innerhalb von 14 Jahren schlossen
sich ihm etwa vierzigtausend Landwirte an.
| Weitere
fünf Jahre später, aber das hatte von Loe nicht mehr erleben
können, mussten zwei Abteilungen des stark gewachsenen Verbandes -
der Rheinische Bauern-Kreditverein und der rheinische Revisions-Verband
- nach Köln verlegt werden. Schon wenige Jahre nach seinem Tod am
26. Mai 1896 wurde sein Denkmal an der Burg enthüllt. Bei der Feier
im Juli des Jahres 1901 rühmte der Festredner Graf von Spee seinen
Charakter, Religiosität und Vaterlandsliebe. Besondere Anerkennung
wurde ihm jedoch gezollt als einer Persönlichkeit, die sich mit Hingabe
und ganzer Kraft den Interessen des Bauernstandes gewidmet habe.
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