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| Die Hl.
Geist-Kapelle 1904, als sich darin das "Hotel Keyser" befand... |
..gut einhundert
Jahre später ist hier eine Stätte für Devotionalien und
christl. Bücher |
| Versch.
Großansichten
alter Photos der Heilig-Geist-Kapelle u. des Hospitals z. hl. Geist: KLICK |
Das
ehem. Hospital zum hl. Geist
Die
Krankenhäuser hatten in alter Zeit im nordwestdeutschen Raum fast
überall den gleichen Namen: Hospital (oder „Gasthaus“) zum hl. Geist. Sie
lagen mitten in der Stadt und waren zugleich auch Altersheime und Herbergen.
Nur die mit ansteckenden Krankheiten – mit Pest, Pocken und Lepra Behafteten
hatten ihre Häuser draußen vor den Toren der Stadt und hießen
deshalb Aussätzige.
So
war das auch in Kempen. Das hl.Geist-Hospital lag am Markt gegenüber
dem Rathaus, direkt neben Markt
Nr. 5, Wand an Wand. Es wurde 1410 von einem Uerdinger Brauer,
der aus Kempen stammte, gestiftet. Der
Kapellenbau entstand um 1421 und wurde direkt anschließend an das
Hospital der damals prosperierenden Stadt erbaut in klaren gotischen Formen
als einschiffiger Hallenbau mit drei Jochen. Anderen Recherchen nach hat
bereits am 9. Januar 1411 Papst Johannes XXII. dem Dekan des Aachener Marienstifts
in Bologna den Auftrag gegeben, die Stiftung des Kempener Hospitals samt
Kapelle und Altar zu bestätigen.
Die
alte Hospitalkapelle wurde indessen
an einen Gastwirt verkauft. Es blieb also ein Gasthaus, wenn
auch vielleicht weniger fromm und uneigennützig. Das historische Hospital
steht schon lange nicht mehr, auch die Kapelle erlebte weniger attraktive
Zeiten und wurde im 20. Jahrhundert als Hotelbetrieb (bis 1914), Frisörsalon
und Stadtbibliothek genutzt, ehe 1990 der lichte
Raum
in seiner usprünglichen Architektur wieder der sakralen Nutzung rückgeführt
wurde und ist heute Eigentum der katholischen Kirche.
Bis 1985 war
es Stadtbücherei, seit 2005 religiöse Buchhandlung.
Das Hospital
versah unter der Aufsicht von zwei Provisoren seinen mildtätigen Dienst
bis 1808. Das Hospital selbst wurde es in ein neueres Haus in die Oelstraße
verlegt. 1867 zog es abermals in die Mülhauser Straße um.
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Stiftung
Hospital zum Heiligen Geist
Johann
Arnold von Broichhausen, Kempener Bürger und Ministerialbeamter des
Kölner Erzbischofs, verfügte in seinem Testament im Jahre 1390
eine für die Stadt Kempen wichtige Stiftung, die aber noch nicht öffentlich
bekannt wurde. Er wünschte in Kempen die Einrichtung eines „Gasthauses“,
ein „Hospital zum Heiligen Geist“. Diese
Stiftung wurde im Jahre 1410 von seinen Söhnen im Sinne ihres Vaters
erweitert und im Jahre 1421 vom Kölner Erzbischof Dietrich von Moers
bestätigt und genehmigt. Danach gilt das Jahr 1390 als Stiftungsjahr,
das Jahr 1421 als Gründungsjahr des „Hospitals zum Heiligen Geist“.
Die
Stiftung sollte armen Kempener Bürgern zeitlebens und unentgeltlich
Wohnung und Pflege geben. Die Gebäude standen ursprünglich in
Verbindung mit der noch heute am Buttermarkt erhaltenen Heilig-Geist-Kapelle.
Im
Jahre 1801 hatte der damalige französische Präfekt der verwaltenden
Bürgerkommission aufgetragen, ein Krankenhaus zu errichten.
Das
erste Krankenhaus wurde 1842 im heutigen Annenhof eingerichtet.
Im Jahre 1845
übernahmen die Clemensschwestern aus Münster die Pflege. 1878
kaufte das Kuratorium das frühere Ursulinenkloster an der Mülhauser
Straße und baute es zu einem Krankenhaus um.
Von
1914 bis 1917 wurde ein Erweiterungsbau für 130 Betten an der Mülhauser
Straße errichtet.
Eine
deutliche Erweiterung und Modernisierung des Hospitals zum Heiligen Geist
erfolgte in den Jahren 1959 bis 1961. Der Haupteingang liegt seitdem an
der von-Broichhausen-Allee. Die nächste Modernisierungs- und Neubaumaßnahme
begann 1978 und war 1988 abgeschlossen. Im Neubautrakt sind modern eingerichtete
Bettenstationen, Funktionsräume, die Geburtshilfe, die Chirurgische
Notfallversorgung, ein septischer Operationsbereich sowie die Röntgenabteilung
mit allen Funktionsbereichen der Inneren Medizin angesiedelt.
Nach Abriss
der letzten Altgebäude wurde 1993/94 ein Küchenneubau eingerichtet
und in Betrieb genommen.
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