-Bauernhöfe
u. Herrenhäuser:
Haus
Velde
Hs.
Steinfunder
Hs.
Bockdorf/
Gut
Heimendahl
Hs.
Gastendonk
Heumischhof
Das
Berfes
Links
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Anno Dazumal
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-Einführung
-Denkmale
-Umgebung |
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HausVelde
(Schmalbroich)
Der
Name deutet auf ein hohes Alter hin, wahrscheinlich auf ein Feld, welches
bereits vor der Rodezeit vorgefunden wurde. Schriftlich festgehalten wurde,
dass bei Haus Velde eine Kapelle zu Ehren Marias und des Ritters Georg
um 1442 errichtet wurde, welche allerdings um 1640 niedergerissen wurde.
Das im 13.Jahrhundert erbaute Haus Velde war einer der bedeutendsten Rittersitze
des kurkölnischen Amtes. Haus Velde in Schmalbroich sicherte jahrhundertelang
die Nordgrenze des kurkölnischen Amtes Kempen. Es war der nördlichste
Vorposten Kölns. Dem aufmerksamen Betrachter bietet die Renaissance-Architektur
noch heute ein anschauliches Bild der einstigen Pracht.
Haus Steinfunder
(Schmalbroich)
Erstmalig
genannt wurde des Adelssitz der Herren Steinfunder im Jahre 1365. Um 1600
erbaute der damalige Besitzer Diederich von der Pfortzen das zweigestöckige
Herrenhaus mit den über Eck gestellten Pfeilerchen im Hauptgiebel.
Haus Steinfunder wurde 1365 erstmals erwähnt. "Funder" ist wahrscheinlich
von "vonder" abgeleitet und bedeutet Flussbrücke. "Stein" lässt
vermuten, dass die Brücke und das Gut schon damals aus Stein erbaut
waren. In der Regel wurde in dieser Zeit noch Holz als Baumaterial verwendet.
Haus Bockdorf
- Gut Heimendahl (Unterweiden)
Haus
Bockdorf - auch Gut Heimendahl - ein bedeutender wasserumwehrter Hof aus
dem 14.Jahrhundert wurde erstmals 1659 erwähnt und besteht aus einer
dreiflügeligen wasserumwehrten Backsteinanlage mit Torhaus, Wohnhaus
und Verwaltungsgebäuden. Torhaus aus dem 18. Jahrhundert, Wirtschafts-
und Wohnhaus Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Park dieses Anwesens erbaute
Baron Alexander von Heimendahl um 1850 sein Gutshaus.
Der Name weist
auf ein ehemaliges Buchenwaldgebiet hin. Heute werden auf Gut Heimendahl
landwirtschaftliche Erzeugnisse produziert und verkauft und ist ein beliebtes
Ausflugsziel mit Museum, Weberei, Antikscheune.
Wasserburg
Gastendonk (St. Hubert)
Die Wasserburg
Gastendonk soll um das Jahr 1000 n. Chr. errichtet worden sein. Die Endsilbe
"donk" deutet auf einen erhöhten Platz bzw. eine flache Erhebung in
einem Bruch-/Sumpfgebiet hin. Von 1449 bis 1651 war die Familie "von Eyll"
Besitzer der Burg, deren Wappen noch heute im Torhaus zu sehen ist. Im
Jahre 1627 ließ Constantin von Nievenheim, Amtmann von Kempen, die
durch Plünderungen beschädigte Vorburg wieder herrichten. Seine
erste Ehefrau Johanna von Eyll brachte den Adelssitz mit in die Ehe. 1759
wurde das jetzige Herrenhaus im Rokoko-Stil erbaut, die den Kölner
Domherren als Sommerresidenz diente. Der heutige Gebäudekomplex besteht
aus Vorburg und Herrenhaus. Der Wassergraben ist nur noch teilweise erhalten.
(Quelle:
Stadt Kempen. Dieser Text enthält Auszüge aus dem Hubertusboten
3/2001, Autor:Herbert Wegert)
Heumischhof
(Ziegelheide)
Der
Name könnte von Hunder (Hühner) bzw. Hunge (Hunde) abgeleitet
sein, so dass der Name an eine dort betriebene Hühner- oder Hundezucht
erinnert.
Die 1908 geweihte
Kapelle ist eine Besonderheit, denn sie befindet sich inmitten einer Hofanlage.
1906 kauften Mönche den Hof und richteten dort eine Kapelle ein. Am
8. Oktober 1908, wurde die Kapelle - aufgrund einer Stiftung von Benediktinern
- als Kapelle des Benediktinerpriorats Sancta Maria geweiht. Bis vor wenigen
Jahren wurden in der Kapelle regelmäßig Messen gefeiert. Sie
stellte somit den Mittelpunkt des Dorflebens in Wall und Ziegelheide dar.
Berfes (St.Hubert)
Das
Berfes - auch Bergfriedhaus genannt - ist ein im 16.Jahrhundert erbauter
bäuerlicher Wehrturm. Noch im 17.Jahrhundert gab es solche Bauwerke
am Niederrhein häufig. Allein in der Umgebung Kempens konnten etwa
15 Wehrtürme nachgewiesen werden. Davon ist nur das im Jahre 1953
restaurierte Berfes auf dem Raveshof heute noch erhalten. Der Berfes in
St. Hubert ist der älteste noch erhaltene Schutzturm im Kempener Land.
Ab dem frühen 14. Jahrhundert bot er Bauern in Bedrängnis eine
sichere Zuflucht vor marodierendem Gesindel. In Kriegszeiten verbrachte
die ländliche Bevölkerung oft Tage in dem obersten Stockwerk.
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